02.04.2020, 15:52
Wallis: 15 Bewohner in APH an Coronavirus gestorben
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Bis zum 31. März waren 72 Bewohner in den Alters- und Pflegeheimen im Wallis positiv auf das Coronavirus getestet worden. 15 Personen sind daran gestorben.
Bildquelle: pxhere.com (Symbolbild)
Bis Ende März sind im Kanton 15 Bewohner von Alters- und Pflegeheimen an Covid-19 gestorben. Der Kanton hat am Donnerstag weitere Massnahmen zum Schutze der Bewohner herausgegeben.

Vor allem die ältere Generation gehört beim Coronavirus zur Risikogruppe. Seit dem Ausbruch des Virus bis Ende März sind im Wallis 15 Bewohner in Alters- und Pflegeheimen an Covid-19 gestorben, 72 Bewohner haben sich angesteckt. Eine noch höhere Anzahl der Ansteckung und Todesfälle ist derzeit auch die grösste Sorge von Pflegedirektoren in der Region. Im Kanton Wallis leben derzeit mehr als 3000 Personen in einem Alters- und Pflegeheim. Diese Personen sind aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters besonders anfällig für Covid-19 und leiden häufig zusätzlich an einer oder mehreren chronischen Krankheiten. Um ihre Gesundheit zu schützen, hat der Kanton verschiedene Massnahmen bereits ergriffen oder sind im Gange. Dies mit dem Ziel, die Versorgung zu optimieren und Spitalaufenthalte zu vermeiden. 

Die Dienststelle für Gesundheitswesen wird in Zusammenarbeit mit dem Dachverband Avalems die tägliche Überwachung der Situation in den Alters- und Pflegeheimen des Kantons sicherstellen. Die Überwachung der Anzahl der vermuteten und bestätigten Bewohner mit Covid-19 und des Personals in Isolation wird es ermöglichen, Massnahmen zu ergreifen, bevor sich die Situation verschlechtert. Unterstützung in Form von Personal und Ausrüstung oder dem Fachwissen von Spezialisten für Infektionskrankheiten wird vom Kanton bereits jetzt wie auch künftig geleistet.

Auch die medizinische Unterstützung für die Alters- und Pflegeheime wird verstärkt. Die Vertrauensärzte können von einem "zuständigen" Arzt unterstützt werden, um sie bei Aufgaben im Zusammenhang mit dem Management der Epidemie zu bestärken. Diese Ärzte müssen dem Personal der Alters- und Pflegeheime in Notfallsituationen rund um die Uhr medizinische Unterstützung garantieren. Durch eine Koordination mit den behandelnden Ärzten kann die Anzahl der Besuche von behandelnden Ärzten bei den Bewohnern der Alters- und Pflegeheime reduziert und so das Infektionsrisiko minimiert werden. Darüber hinaus haben die Geriater des Spital Wallis ihre Verfügbarkeit erhöht, um Indikationen im Zusammenhang mit Spitalaufenthalten oder bei Fragen zur geriatrischen Versorgung zu besprechen. Seit Beginn der Epidemie wurden die externen Besuche in den Alters- und Pflegeheimen im Wallis verboten. Die Kontakte per Telefon oder Videoanruf wurden verstärkt. Personen, die Symptome des Coronavirus zeigten oder positiv getestet wurden, wurden sofort in ihrem Zimmer isoliert, um die Verbreitung des Virus innerhalb der Einrichtung zu verhindern. Wenn es die Architektur der Räumlichkeiten erlaubte, wurden getrennte Bereiche für Eindämmung und Quarantäne eingerichtet.

Zudem hält sich das Pflegepersonal in den Alters- und Pflegeheimen strikte an die Hygienevorschriften des Bundesamts für Gesundheit (Maske, Schutzkittel, Handschuhe je nach Situation). Pflegepersonal, das Symptome zeigt, muss seine Tätigkeit einstellen und sich selbst isolieren. Reservepersonal sowie Zivilschutzangehörige wurden bereits von der Dienststelle für Gesundheitswesen als Verstärkung für die Alters- und Pflegeheime eingesetzt./wy