14.08.2015, 16:46
Oberwallis: Gemeinsames Schicksal verbindet
Für die Jugendlichen mit dem Undine-Syndrom ist die Lagerwoche im Oberwallis eine ganz spezielle Zeit.
Bildquelle: zvg
Für 16 Jugendliche, die am Undine-Syndrom leiden, findet vom 9. bis 16. August im Oberwallis eine ganz besondere Lagerwoche statt. Vollgepackt mit Highlights.
Eine Lagerwoche mit Undine-Patienten zu organisieren ist keine leichte Aufgabe. Das Undine-Syndrom zeichnet sich nämlich dadurch aus, dass die normale autonome Atmungskontrolle fehlt oder gestört ist. Dies bedeutet, dass bei Betroffenen besonders im Schlaf die Atmung plötzlich aussetzen kann. Undine-Patienten sind daher auf Maschinen und betreuende Personen angewiesen. Diese Arbeit haben die Organisatoren des Sommerlagers heuer bereits zum vierten Mal auf sich genommen. Somit ermöglichen sie 16 Jugendlichen aus dem In- und Ausland, die an dieser Krankheit leiden, eine unvergessliche Lagerwoche im Oberwallis. Die jungen Patienten haben schon viel erlebt. Unter anderem stand Velofahren, Baden am See, Wandern oder auch ein Tandemgleitschirmflug auf dem Programm. "Das Gleitschirmfliegen ist immer eines der ganz grossen Highlights. Es ist ein Abenteuer, dass die meisten noch nie erlebt haben und zum Teil auch viel Überwindung kostet", weiss Mitorganisatorin Dominique Heinzmann. Am Wochenende werden die Jugendlichen dann noch auf dem Simplon Brot backen und mit ihren Familien zusammenkommen. Durch die medizinische und finanzielle Unterstützung der Stiftungen Kinderspitex Oberwallis, Sonne für behinderte Kinder sowie Elternorganisationen, sei das Lager überhaupt möglich. Zudem seien die Notrufnummer 144, das Spital Visp und die Air Zermatt informiert und einsatzbereit, erklärt Heinzmann./zm