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Reckingen: 50 Jahre Bächital-Lawine

  • 50. Jahrestag des Lawinenunglücks in Reckingen. Zeitzeugen erinnern sich. Quelle: mengis media

  • Vor 50 Jahren riss die Bächital-Lawine in Reckingen 30 Menschen in den Tod. Quelle: Keystone sda

  • Den letzten von 29 Toten barg man in Reckingen nach vier Tagen. Ein lebend Geborgener starb im Spital. Quelle: Keystone sda

  • 50 Jahre Bächital-Lawine: Die Lawine riss 30 Personen in den Tod. Quelle: Keystone sda

  • 50. Jahrestag des Lawinenunglücks von Reckingen: Eugen Walpen (l.) und Gregor Guntern erinnern sich. Quelle: rro

50 Jahre sind seit der verheerenden Bächital-Lawine vergangen.Für viele Betroffene scheint kaum Zeit vergangen zu sein. Die Erinnerungen bleiben präsent.

24.02.2020, 06:20

"Für mich sind nicht 50 Jahre vergangen. Es scheint mir, das Unglück sei gestern erst geschehen." Mit diesen Worten beginnt Eugen Walpen, ein Überlebender der Katastrophe vor 50 Jahren, seine Erinnerungen zu schildern. "Das Erlebte, diese Bilder werde ich mit ins Grab nehmen." Ein kleines Loch zum Atmen - sonst nichts. Zwei Stunden lag er im Schnee vergraben. Walpen hörte lediglich Schritte oben auf der Schneedecke. "Ich begann zu schreien." Eugen Walpen blieb nur sein Pyjama. Die Katastrophe veränderte sein Leben. "Wenn es schneit, kehren all diese Gedanken zurück." Nach dem Tod seiner Mutter, sein Vater war bereits früher verstorben, zog Eugen Walpen zu seiner Grossmutter. "Ich war zehn Jahre alt. Ich konnte mich von meinen verstorbenen Angehörigen nicht verabschieden. Ich habe sie nicht mehr gesehen."Heute - 50 Jahre später - ist der Schmerz immer noch da. "Verbittert bin ich nicht. Es war eine harte Zeit", so Walpen. "Ab und zu hadere ich mit dem Schicksal." 

"Eine Frau hat noch in ihrem Bett gelegen. Verschüttet von den Schneemassen. Ganz so als würde sie schlafen", erinnert sich Gregor Guntern. Der damals 32-jährige half bei der Suche nach Überlebenden. Die Organisation in den ersten Minuten nach dem Unglück war schwierig. "Wir haben eine Rettungsstation gebildet. Doch uns fehlte das Material. Mit gewöhnlichen Schneeschaufeln konnten wir nicht viel anrichten. Der Schnee war hart wie Beton. Stundenlang haben wir Betten freigeschaufelt und irrten über den Lawinenkegel." 40 Minuten nach dem Lawinenniedergang kamen die ersten "externen" Helfer. 950 militärische und zivile Helfer, 13 Lawinenhunde, 14 schwere Baumaschinen und drei Helikopter waren im Einsatz. "Bis der gesamte Lawinenkegel umgegraben war, dauerte es vier Tage." Aufgebahrt wurden die Verschütteten damals im Gemeindesaal. "Öffentlich wurde nicht viel darüber gesprochen. Jeder hat es mit sich selbst ausgemacht. War mit seinen Gedanken alleine", so Guntern.

"Geradezu unwirklich wirkte die Szenerie auf dem riesigen Lawinenkegel - als wärs ein Horrorfilm und nicht die grauenhafte Realität." Mit diesen Worten beschreibt der damals 21-jährige Journalist Luzius Theler die Situation vor Ort. Mit dem Schneewerfer gelangten er und Fotograf Armin Karlen damals von Fiesch nach Reckingen. "Auf dem Bahnhof in Reckingen war die Uhr um Schlag fünf nach fünf stehen geblieben. Dem genauen Zeitpunkt des Lawinenniedergangs", so Theler.

Am Montag - zum 50. Jahrestag - findet in Reckingen eine Gedenkfeier statt./ip

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Franziska Schutzbach

«Revolution der Verbundenheit. Wie weibliche Solidarität die Gesellschaft verändert»

Lesung + Podiumsgespräch

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Franziska Schutzbach ist promovierte Geschlechterforscherin, Soziologin, Publizistin und feministische Aktivistin. Seit sie 2017 den Hashtag #SchweizerAufschrei initiierte, gilt sie als eine der prägenden feministischen Stimmen der Schweiz und weit darüber hinaus. In ihrer Arbeit setzt sie sich mit Themen wie Misogynie, Sexismus und den Kommunikationsstrategien rechtspopulistischer Bewegungen auseinander.

Mit ihrem Buch «Die Revolution der Verbundenheit» formuliert sie eine berührende Vision eines solidarischen, fürsorglichen und sozial eingebetteten Miteinanders - eine Vision, die auch die Werte des Frauenstimmen Festivals widerspiegelt. Sichtbarkeit, Gleichwertigkeit, Verantwortung und Beziehung stehen im Zentrum sowohl ihrer Arbeit als auch unseres Festivals.

Wir freuen uns, Franziska Schutzbach als Autorin und Denkerin zu einer Matinee im Rahmen des Festivals einzuladen und mit ihr ein inspirierendes Gespräch über Verbundenheit, Engagement und die Kraft weiblicher Perspektiven zu führen.

www.franziskaschutzbach.com

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Unter dem klangvollen Namen The Sparklettes vereinen sich die Stimmen von Doris McVeigh, Isabelle Ritter, Nina Gutknecht und Xenia Zampieri. Nach ihrem erfolgreichen Programm «Mir Froue heis luschtig» legen die vier Jazz-Sängerinnen nun mit einem neuen A-Cappella-Bühnenprogramm nach, das sie auf eine augenzwinkernde Mission in die Schweizer Tourismuswelt führt: Ob am Schwingfest, beim Après-Ski, an einer Tunnel-Eröffnung oder im
Nachtprogramm eines Palace Hotels - The Sparklettes nehmen jedes Klischee mit Witz und musikalischer Virtuosität aufs Korn. Heimisches Liedgut wird neu interpretiert, feministisch aufbereitet und mit jazziger Raffinesse versehen. Selbst die "heiligen Platzhirsche" der Schweizer Musikszene bleiben dabei nicht unversehrt. Mit ihren ausgeklügelten Arrangements, szenischem Witz und helvetischem Charme bringen die vier Sängerinnen ihre Botschaften charmant verpackt unters Publikum. So entstehen hintersinnige, temporeiche und atemberaubend präzise A-Cappella-Momente. Das aktuelle Programm entstand in Zusammenarbeit mit Meret Matter.

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Frauen und die Alpsaison
Do, 04.06.2026, 18:00 Uhr
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Do, 04.06.2026
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"Ich habe 17 Sommer auf der Alp Brischeru die Kühe bestellt, jeden Tag selber gemolken und Käse und Butter gemacht, während mein Mann die unteren Güter besorgte. Die Männer mussten unten im Tal Mähen und Wässern (...)". 

Olga Jeitziner, Mund



Die Alpsaison ist seit 2023 UNESCO-Weltkulturerbe und hat in weiten Teilen der Schweiz sowie im Wallis eine lange Tradition. Im Oberwallis spielte die Rolle der Frauen in der Alpwirtschaft traditionell eine zentrale Bedeutung. Während der Sommermonate waren es häufig Frauen und Kinder, die mit dem Vieh auf die Alpen zogen, dort die Kühe melkten und die Milch zu Käse und Butter verarbeiteten, während die Männer weiter unten im Tal mit dem Mähen und Bewässern der Mähwiesen beschäftigt waren. Die Alpsaison lag somit weitgehend in Frauenhand.


Die Ausstellung "Frauen und die Alpsaison" gibt einen Einblick in die traditionelle Alpwirtschaft in der Region der Gemeinde Naters und macht die bis heute wenig bekannte Rolle der Frauen für dieses Kulturerbe sichtbar.



Vernissage - Eröffnung

Donnerstag 28.Mai 2026
Aula im World Nature Forum Naters
18.00 Uhr - 19.30 Uhr mit anschliessendem Apéro

Ausstellung:


Wann: Mai bis November 2026 
Ort: World Nature Forum in Naters

Weitere Informationen unter www.lebendige-geschichten.ch/alpsaison

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Do, 04.06.2026, 19:30 - 21:00 Uhr
Café Zuckerpuppa, Naters
AD(H)S Gesprächsgruppe für Erwachsene

Fr, 05.06.2026

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Kunstausstellung
Fr, 05.06.2026, 19:00 Uhr
Haus Stelle - Vernissage am 29.05.2026 , Naters
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Fr, 05.06.2026
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Bilderausstellung von Karl Walden. Vernissage am Freitag, 29. Mai 2026 um 19.00 Uhr im Haus Stelle. Ausstellung ist danach vom 30. Mai 26 - 15. April 27 täglich von 09.00-19.00 Uhr geöffnet.