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Zermatt: Die Epidemie anno 196323.03.2020, 06:03 Die Schule geschlossen, die Touristen weg, die Kranken isoliert: Im März 1963, also vor genau 57 Jahren, erleben die Zermatter eine Situation, die der heutigen gar nicht so unähnlich ist. Und doch irgendwie ganz anders war, wie sich zwei Zeitzeugen erinnern. Es begann an den Tagen rund um das Gornergrat-Derby. An welchem Tag exakt, weiss Amédée Biner nicht mehr genau. Auf jeden Fall irgendwann um den 19. März, denn das legendäre Skirennen organisierten die Zermatter immer um den Josefstag herum. "Als Mitglied der Musikgesellschaft ging ich in den Gemeindesaal, wo wir unsere Instrumente für den Umzug deponiert hatten. Als ich in den Saal kam, hiess es von überall: Hast du’s schon gehört? Wir haben den Typhus! In Zermatt!" Von da an sei es schnell gegangen: Innert drei Tagen, erinnert sich der heute 83-Jährige, seien sämtliche Touristen abgereist. Aus den 11'000 Personen, die das Matterhorndorf um diese Zeit normalerweise beherbergte, wurden innert kurzer Zeit 3000, wie in den damaligen Ausgaben des Walliser Boten nachzulesen ist. Der Typhus ist eine durch Bakterien übertragene Infektionskrankheit, die bei den Betroffenen unter anderem zu hohem Fieber, starkem Durchfall und in einigen Fällen bis hin zum Tod führen kann. Übertragen wird er durch menschliche Ausscheidungen, die beispielsweise ins Trinkwassersystem gelangen. Und genau so war es denn auch in Zermatt: Als Ursprung des Typhusausbruchs wurde lange Zeit ein infizierter italienischer Bauarbeiter genannt, dessen Ausscheidungen via Klärgrube in den Zmuttbach und von dort ins Zermatter Trinkwasserversorgungssystem gelangten. Lange Zeit nach dem Ausbruch wurde dann festgestellt, dass man die genaue Ursache wohl nie herausfinden würde. "Zermatt war zuvor enorm schnell gewachsen. Damit einher gingen gewisse Infrastrukturprobleme", blickt Beat Perren auf die damalige Zeit zurück. Der heute 91-Jährige sass damals im Zermatter Gemeinderat und hatte als Verantwortlicher des Ressorts Gesundheit alle Hände voll zu tun. Angeordnet wurde eine breite Untersuchung aller Einheimischen und des Saisonpersonals, zudem wurden die Menschen angewiesen, nur noch Mineralwasser und gekochte Speisen zu sich zu nehmen. "Die Hygieneregeln gingen zwar weniger weit als heute, doch auch damals wurde man aufgefordert, für eine gründliche und fleissige Hygiene zu sorgen", sagt Amédée Biner. Als weitere Massnahme schlossen die Zermatter die Schule und richteten in den dortigen Räumlichkeiten ein Notspital ein, wo die Kranken und die Verdachtsfälle von der restlichen Bevölkerung abgeschottet wurden. Bald einmal marschierte auch die Armee im Matterhorndorf auf: eine 42 Mann starke Abteilung, die die Behörden beim Betrieb des Notspitals sowie bei den Tests der Bevölkerung unterstützte. "Das waren beinahe kriegsähnliche Zustände: Überall im Dorf sah man Soldaten, und Ambulanzen fuhren umher", weiss Biner zu berichten. Dennoch sollten sich innerhalb eines guten Monats 437 Menschen mit dem Typhus anstecken. 250 davon Schweizer oder in Zermatt angestelltes Personal, der Rest Ausländer. Mehr, als man im Matterhorndorf versorgen konnte: Mit dem Zug – die Strasse zwischen St. Niklaus und Zermatt glich damals eher einem Saumpfad – wurden Patienten in die Spitäler von Brig, Siders, Sitten, Martinach und Bern transportiert. Im Spital von Sitten wurden gar zwei Stockwerke komplett geräumt, um Platz für die Typhus-Patienten zu schaffen. Der Transport der Kranken sei denn auch eine der grössten Herausforderungen gewesen, sagt Beat Perren. Dies, da sich das Bahnunternehmen zunächst geweigert habe, ansteckende Patienten zu befördern. Erst nachdem der Staatsrat ein Machtwort gesprochen hatte, musste die Bahngesellschaft einlenken. Einige Patienten seien ausserdem von Helikopterpilot Hermann Geiger ausgeflogen worden. Trotz aller Anstrengungen forderte der Typhusausbruch in Zermatt schlussendlich drei Todesopfer: eine 62-jährige Zermatterin und Mutter von 13 Kindern, eine 22-jährige Hotelangestellte sowie einen 25 Jahre alten britischen Marinesoldaten, der sich in Zermatt im Skiurlaub befand. "Das war natürlich ein grosser Imageschaden für unser Dorf", weiss Amédée Biner. Denn über den Zermatter Typhus berichteten die Medien auch international – verzeichneten einige Länder doch kranke Personen, die aus Zermatt zurückgekehrt waren. Ebenfalls beachtlich war der wirtschaftliche Schaden: Als die Gäste das Dorf Hals über Kopf verliessen, herrschten perfekte Schneeverhältnisse. Rund ein Viertel der Einnahmen der Wintersaison seien ausgefallen, war im WB später zu lesen. Restaurants und Hotels mussten schliessen, da sie keine Gäste mehr hatten. Gleichzeitig beklagten sich die Gewerkschaften, dass den ausländischen Arbeitern die Pässe entzogen und dem Schweizer Personal der Lohn nicht ausbezahlt würde, um sicherzustellen, dass diese im Dorf blieben. Wenn die Situation überhaupt etwas Gutes gehabt habe, dann wohl, dass die Einheimischen während dieser Zeit näher zusammengerückt seien, glaubt Amédée Biner. Später dann wurden im Dorf ebenfalls Anpassungen gemacht. So investierte die Gemeinde kräftig in die Modernisierung ihrer Wasserinfrastruktur; zudem habe man für die Gemeinde einen Ambulanzdienst aufgezogen, erzählt Beat Perren. Trotz einiger Parallelen sind sich Biner und Perren aber einig, dass sich die heutige Situation so gar nicht mit dem Ausbruch des Typhus anno 1963 vergleichen lasse. Zum einen, da die "Epidemie" damals lokal begrenzt war. Vor allem aber sei die Krankheit weniger furchteinflössend gewesen: "Gegen den Typhus konnte man sich wenigstens schützen, indem man das Wasser abkochte – er verbreitet sich ja nicht über die Atmung", sagt etwa Beat Perren. Dementsprechend seien Zermatts Strassen im März 1963 trotz der Abreise der Gäste nie richtig leer gefegt gewesen. Nun hingegen, ergänzt Amédée Perren, werde er seine Tage gemeinsam mit seiner Frau im Haus verbringen. Zurück bleibe die Hoffnung, dass man doch auch dem Coronavirus einmal Meister werde, wenn sich nur alle an die Verhaltensregeln halten würden./pac ![]() Bildquelle: zvg (Archivbild) ![]() Bildquelle: www.sdats.ch ![]() Bildquelle: mengis media ![]() Bildquelle: zvg ![]() Bildquelle: Leserreporter
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Heute, 02.06.2026

Morgen, 03.06.2026

Priska Luggen liest spannende, abenteuerliche und lustige Geschichten vor. Sie lässt die Kinder in faszinierende Welten eintauchen. Passend zur Geschichte wird anschliessend gebastelt.
Zeit:
09.30 Uhr
Datum:
18.02.2026
25.03.2026
29.04.2026
03.06.2026
Wo:
Gemeindebibliotheke Naters

halbes Eisfeld mit Stock
Do, 04.06.2026

Saisoneröffnung: 04. Juni 2026
Der Winter war fantastisch, doch nun ist es Zeit für sonnige Abenteuer in den Schweizer Alpen. Packen Sie Ihre Wanderschuhe ein - der Sommer kann beginnen!
Freuen Sie sich auf zahlreiche spannende Veranstaltungen, die darauf warten, von Ihnen entdeckt zu werden. Ob Gross oder Klein - es ist für alle etwas dabei.
Lassen Sie sich von den malerischen Wanderwegen verzaubern und entdecken Sie die verborgenen Schätze der Natur. Ganz gleich, ob Sie eine gemütliche Familienwanderung oder eine anspruchsvolle Bergtour bevorzugen - hier finden Sie das passende Angebot.
Blatten-Belalp ist der ideale Ort für einen erlebnisreichen Urlaub. Erleben Sie unvergessliche Momente und schaffen Sie Erinnerungen, die lange in Erinnerung bleiben.
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"Ich habe 17 Sommer auf der Alp Brischeru die Kühe bestellt, jeden Tag selber gemolken und Käse und Butter gemacht, während mein Mann die unteren Güter besorgte. Die Männer mussten unten im Tal Mähen und Wässern (...)".
Olga Jeitziner, Mund
Die Alpsaison ist seit 2023 UNESCO-Weltkulturerbe und hat in weiten Teilen der Schweiz sowie im Wallis eine lange Tradition. Im Oberwallis spielte die Rolle der Frauen in der Alpwirtschaft traditionell eine zentrale Bedeutung. Während der Sommermonate waren es häufig Frauen und Kinder, die mit dem Vieh auf die Alpen zogen, dort die Kühe melkten und die Milch zu Käse und Butter verarbeiteten, während die Männer weiter unten im Tal mit dem Mähen und Bewässern der Mähwiesen beschäftigt waren. Die Alpsaison lag somit weitgehend in Frauenhand.
Die Ausstellung "Frauen und die Alpsaison" gibt einen Einblick in die traditionelle Alpwirtschaft in der Region der Gemeinde Naters und macht die bis heute wenig bekannte Rolle der Frauen für dieses Kulturerbe sichtbar.
Vernissage - Eröffnung
Donnerstag 28.Mai 2026
Aula im World Nature Forum Naters
18.00 Uhr - 19.30 Uhr mit anschliessendem Apéro
Ausstellung:
Wann: Mai bis November 2026
Ort: World Nature Forum in Naters
Weitere Informationen unter www.lebendige-geschichten.ch/alpsaison
Fr, 05.06.2026

Bilderausstellung von Karl Walden. Vernissage am Freitag, 29. Mai 2026 um 19.00 Uhr im Haus Stelle. Ausstellung ist danach vom 30. Mai 26 - 15. April 27 täglich von 09.00-19.00 Uhr geöffnet.
Sa, 06.06.2026

Tradition. Stärke. Emotion.
Wenn sich im Sägemehl die Besten messen, entsteht mehr als ein Wettkampf. Das Walliser Kantonale Schwingfest Naters steht für gelebtes Brauchtum und unvergessliche Momente.
Erlebe das Fest in seiner ganzen Vielfalt.

Der Alpsommer startet erst so richtig mit der Alpauffahrt. Am sogenannten Aufalpungswochenende führen die Bauern aus der Region Blatten-Belalp ihre Kühe auf die Belalp. Viele begeisterte Zuschauer bestaunen jährlich die wunderschönen Tiere und fiebern während den Kuhkämpfen tatkräftig mit.
09.00 Uhr, Auftrieb Kühe
10.00 Uhr, Hl. Messe mit anschliessender Segnung der Tiere
11.00 Uhr, Beginn der Kämpfe
Festbetrieb auf der Chiematte, direkt bei der Bergstation der Gondelbahn.
Alle Informationen zum Fahrplan finden Sie hier

In Jeizinen wird seit mehreren Jahren von Studierenden der HES-SO Valais-Wallis im Rahmen des Wahlmoduls Eventmanagement ein Familienevent organisiert. Auch in diesem Jahr dürfen wir diese Tradition weiterführen und den Anlass in Zusammenarbeit mit Gampel-Bratsch Tourismus durchführen.
Dieses Jahr findet der Event am Samstag, dem 6. Juni, unter dem Motto «Mittelalter» statt. Wir freuen uns darauf, euch begrüssen zu dürfen und gemeinsam mit euch diesen spannenden zu verbringen.

Bei der Auswahl der Werke aus der Kunst-Sammlung Naters ist das aktive Mitwirken der eingeladenen Künstler*innen gefragt. Jeder bestimmt ein Werk und kommentiert seine Wahl in einem Text. Diese formulierten Gedanken werfen (vielleicht) einen neuen, anderen Ein-Blick auf die Kunst und auf das künstlerische Schaffen.
Weiter präsentiert die Ausstellung aktuelle, zeitgenössische Arbeiten der teilnehmenden Künstler*innen. Ohne übergreifendes Thema ist eine grosse Vielfalt an Postionen Bildender Kunst aus Naters zu sehen sein.
Folgende Künstler*innen sind dabei: Denise Eyer-Oggier, Bernhard Gasser, Christoph Heinen, Sara Imboden Reinke, Klara Ittig Wyser, Bernd Kniel, Anette Kummer, Adelheid Sandhof Das Spektrum der Werke umfasst: Druckgrafik, Malerei, Zeichnung, Installation, Collage, Assemblage, Plastik und Skulptur.
Kuratiert wurde die Ausstellung von Christoph Heinen.
Wo: Ecomuseum Simplon
Eintritt: CHF 5.- (kostenloser Eintritt mit Raiffeisen-Karte)
Wann: Ausstellungsdauer 06. Juni 31. Oktober 2026

halbes Eisfeld mit Stock

Die Musik-Bands, die in der ZeughausKultur proben, stehen nun auf der Bühne.
Bei abwechslungsreicher Musik drinnen und draussen auf dem Vorplatz, lässt man es sich gut gehen und darf gespannt ob neuer Show-Einlagen und bandübergreifenden Projekten unserer "hauseigenen" Bands sein.
19:00 Türöffnung mit DJ Wasteland im Bistro
20:00 The Messeks
21:15 Lampaka
22:30 Padoria
23:45 Tylangir
ab 00:30 - 02:00 DJ Wasteland
Preise
nur Abendkasse:
Erwachsene: Fr. 30.-
IV/Studierende/KulturLegi/Jugendliche ab 13: Fr. 20.-
gratis mit Abobo und Kultur-GA - Kinder bis 12 gratis
Rollstuhlplätze: info@zeughauskultur.ch oder Tel. 027 923 13 13
Türöffnung & Bistrobetrieb jeweils eine Stunde vor Beginn
So, 07.06.2026

Tradition. Stärke. Emotion.
Wenn sich im Sägemehl die Besten messen, entsteht mehr als ein Wettkampf. Das Walliser Kantonale Schwingfest Naters steht für gelebtes Brauchtum und unvergessliche Momente.
Erlebe das Fest in seiner ganzen Vielfalt.

Spezielles Vatertagsmenü für CHF 34.00 p.P. (auf Voranmeldung) von 10.30-14.00 Uhr Weindegustation und Musik mit den Nesselbüebu beim Eingang Haus Stelle, Breitenweg 2 in Naters für Bewohnende, Mieter und Gäste.















