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Wallis: Sind Hebammen genügend geschützt?

  • Hebammen seien entgegen den Behauptungen des Schweizerischen Hebammenverbands in Zeiten des Coronavirus genügend geschützt, sagt das Spitalzentrum Oberwallis. Quelle: pxhere

Hebammen seien in Zeiten von Corona nicht genügend geschützt. Das Spital Wallis sieht das anders.

27.03.2020, 06:01

Der Schweizerische Hebammenverband prangert auf Twitter den ungenügenden Schutz von Hebammen in Geburtssälen an. Sein Tweet: "Geburten finden auch in Pandemien statt. Auch bei #COVID19. Frauen werden schnell nach der Geburt aus dem Spital entlassen und brauchen Unterstützung zu Hause von der #Hebamme. Hilferuf; wir haben kein Schutzmaterial! #BAG wir können keine 2 Meter Abstand einhalten. 

Die Chefärztin und Leiterin der Klinik Frau/Kind des Spitalzentrums Oberwallis, Silke Johann, widerspricht. Die Hebammen oder Ärzte in der Geburtshilfe seien nicht schlechter oder besser geschützt als anderes Personal im Spital. "Alle Mitarbeiter kennen die Hygienemassnahmen und die Vorschriften des BAG, der WHO und der kantonalen Stellen", erklärt Johann. Die Zuständigen würden sich strikte daran halten. Die Versorgung sei garantiert. Zusätzlich werde die Frau im Gebärsaal selbst mit einer Maske geschützt. So solle das Risiko einer Ansteckung auf das Personal minimiert werden. "Zudem ist die Versorgung von Schutzmaterial garantiert", so Johann.  

Hebammen sind nicht nur während der Geburt im Spital anwesend. Sie begleiten werdende Mütter auch vor und nach der Schwangerschaft. Aufgrund der Corona-Krise mussten jedoch auch hier Anpassungen gemacht werden, wie Ruth Karlen, Präsidentin der Sektion Oberwallis des Schweizerischen Hebammenverbands und freiberufliche Hebamme,  erklärt. Die Hausbesuche vor und nach den Geburten würden weniger. "Notwendige Kontrollen sowie Vor- und Nachkontrollen werden zwar gemacht. Der Hebammenverband hat uns jedoch geraten, die Zeit bei der Frau zu Hause auf das Minimum zu beschränken." Beratungsgespräche würden ausserdem per Telefon geführt. Weil es sich bei der Nachsorge hauptsächlich um Beratungen handle, sei das Telefon eine gute Lösung. Karlen empfiehlt schwangeren Frauen, welche in den nächsten zwei Monaten ein Kind zur Welt bringen, eine eigene Babywaage anzuschaffen - dies aus hygiene- und gesundheitstechnischen Gründen. 

Die Nachfrage nach Spitalbetten für Corona-Patienten steigt derweil auch im Wallis an. Aber dass Frauen, die gerade geboren haben, mit diesem Hintergrund eher aus dem Spital entlassen werden, sieht Karlen nicht: "Bis jetzt werden Frauen nicht gedrängt, eher nach Hause zu gehen." Bei einer normalen Geburt sei aber klar, dass die Frau das Spital nach rund drei Tagen verlassen könne. Das bestätigt auch Silke Johnann: "Falls die Mutter und das Kind länger bleiben müssen, sei dies aus geburtshilflichen oder aus Covid-Gründen, dann werden wir uns daran halten." Sie könne sich jedoch gut vorstellen, dass die eine oder andere Frau nach einer problemlosen Geburt, die gar nichts mit Covid19 zu tun hatte, eventuell nicht die Standardtage - drei bis vier Tage - im Spital bleiben möchte und lieber nach Hause gehe. Dies werde im Individualfall besprochen, so Johann.

Karlen und Johann entkräftigen auch das Gerücht, dass Väter während der Geburt nicht anwesend sein können. In den letzten Wochen hätten sie öfters gehört, dass dies der Fall sein solle. Das stimme nicht. Die Partner dürften zur Geburt mit, sowie Frau und Kind immer wieder besuchen. Andere Besuche seien aber weiterhin nicht erlaubt. Doch wie lange noch Väter während der Corona-Krise ihrer Familie einen Besuch abstatten können, bleibt, wie vieles in dieser Zeit, ungewiss./sr 

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World Nature Forum, Naters
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10h30 ­- World Nature Forum, Naters

Franziska Schutzbach

«Revolution der Verbundenheit. Wie weibliche Solidarität die Gesellschaft verändert»

Lesung + Podiumsgespräch

Foto©Anne Morgenstern

Franziska Schutzbach ist promovierte Geschlechterforscherin, Soziologin, Publizistin und feministische Aktivistin. Seit sie 2017 den Hashtag #SchweizerAufschrei initiierte, gilt sie als eine der prägenden feministischen Stimmen der Schweiz und weit darüber hinaus. In ihrer Arbeit setzt sie sich mit Themen wie Misogynie, Sexismus und den Kommunikationsstrategien rechtspopulistischer Bewegungen auseinander.

Mit ihrem Buch «Die Revolution der Verbundenheit» formuliert sie eine berührende Vision eines solidarischen, fürsorglichen und sozial eingebetteten Miteinanders - eine Vision, die auch die Werte des Frauenstimmen Festivals widerspiegelt. Sichtbarkeit, Gleichwertigkeit, Verantwortung und Beziehung stehen im Zentrum sowohl ihrer Arbeit als auch unseres Festivals.

Wir freuen uns, Franziska Schutzbach als Autorin und Denkerin zu einer Matinee im Rahmen des Festivals einzuladen und mit ihr ein inspirierendes Gespräch über Verbundenheit, Engagement und die Kraft weiblicher Perspektiven zu führen.

www.franziskaschutzbach.com

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Helvetia bockt!

Konzert

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Unter dem klangvollen Namen The Sparklettes vereinen sich die Stimmen von Doris McVeigh, Isabelle Ritter, Nina Gutknecht und Xenia Zampieri. Nach ihrem erfolgreichen Programm «Mir Froue heis luschtig» legen die vier Jazz-Sängerinnen nun mit einem neuen A-Cappella-Bühnenprogramm nach, das sie auf eine augenzwinkernde Mission in die Schweizer Tourismuswelt führt: Ob am Schwingfest, beim Après-Ski, an einer Tunnel-Eröffnung oder im
Nachtprogramm eines Palace Hotels - The Sparklettes nehmen jedes Klischee mit Witz und musikalischer Virtuosität aufs Korn. Heimisches Liedgut wird neu interpretiert, feministisch aufbereitet und mit jazziger Raffinesse versehen. Selbst die "heiligen Platzhirsche" der Schweizer Musikszene bleiben dabei nicht unversehrt. Mit ihren ausgeklügelten Arrangements, szenischem Witz und helvetischem Charme bringen die vier Sängerinnen ihre Botschaften charmant verpackt unters Publikum. So entstehen hintersinnige, temporeiche und atemberaubend präzise A-Cappella-Momente. Das aktuelle Programm entstand in Zusammenarbeit mit Meret Matter.

www.sparklettes.ch

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Frauen und die Alpsaison
Do, 04.06.2026, 18:00 Uhr
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"Ich habe 17 Sommer auf der Alp Brischeru die Kühe bestellt, jeden Tag selber gemolken und Käse und Butter gemacht, während mein Mann die unteren Güter besorgte. Die Männer mussten unten im Tal Mähen und Wässern (...)". 

Olga Jeitziner, Mund



Die Alpsaison ist seit 2023 UNESCO-Weltkulturerbe und hat in weiten Teilen der Schweiz sowie im Wallis eine lange Tradition. Im Oberwallis spielte die Rolle der Frauen in der Alpwirtschaft traditionell eine zentrale Bedeutung. Während der Sommermonate waren es häufig Frauen und Kinder, die mit dem Vieh auf die Alpen zogen, dort die Kühe melkten und die Milch zu Käse und Butter verarbeiteten, während die Männer weiter unten im Tal mit dem Mähen und Bewässern der Mähwiesen beschäftigt waren. Die Alpsaison lag somit weitgehend in Frauenhand.


Die Ausstellung "Frauen und die Alpsaison" gibt einen Einblick in die traditionelle Alpwirtschaft in der Region der Gemeinde Naters und macht die bis heute wenig bekannte Rolle der Frauen für dieses Kulturerbe sichtbar.



Vernissage - Eröffnung

Donnerstag 28.Mai 2026
Aula im World Nature Forum Naters
18.00 Uhr - 19.30 Uhr mit anschliessendem Apéro

Ausstellung:


Wann: Mai bis November 2026 
Ort: World Nature Forum in Naters

Weitere Informationen unter www.lebendige-geschichten.ch/alpsaison

Dies und Das
Do, 04.06.2026, 19:30 - 21:00 Uhr
Café Zuckerpuppa, Naters
AD(H)S Gesprächsgruppe für Erwachsene

Fr, 05.06.2026

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Kunstausstellung
Fr, 05.06.2026, 19:00 Uhr
Haus Stelle - Vernissage am 29.05.2026 , Naters
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Fr, 05.06.2026
19:00 Uhr
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Bilderausstellung von Karl Walden. Vernissage am Freitag, 29. Mai 2026 um 19.00 Uhr im Haus Stelle. Ausstellung ist danach vom 30. Mai 26 - 15. April 27 täglich von 09.00-19.00 Uhr geöffnet.